Donnerstag, 13. September 2018
Start Nr. 2 für den FC Bayern München – diesmal richtig!
Die Länderspielpause ist rum, die Nationalspieler sind alle zurück in München. Es folgen nun sieben Spiele in vier Wochen – die erste richtige Bewährungsprobe für Niko Kovac.

„Nach zwei Bundesliga-, einem Pokal- und einem Supercupspiel die erste Phase zu bewerten, ist schwierig. Ich glaube, man braucht schon sechs oder sieben Spiele in der Bundesliga, um das einordnen zu können.“, meinte Kovac vor kurzem angesprochen auf ein erstes Fazit. Auf jeden Fall kann der Bayern-Chefcoach den Saisonstart nach den kommenden vier Wochen bewerten, denn die haben es in sich! Fünf Spiele in der Bundesliga und zwei Spiele in der Champions League stehen auf dem Plan. „Dann werden wir sehen, wo die Gegner stehen und wie weit wir sind.“, so Kovac weiter.

Und damit hat er nicht ganz Unrecht. Mit Leverkusen, Schalke, Augsburg, Hertha und Gladbach stehen durchaus namhafte Mannschaften auf dem Programm, aber ob sie die gewünschte Herausforderung für den Tabellenführer sind, darf noch bezweifelt werden, jedoch sollte man diese Spiele nicht unterschätzen. Mit fünf Siegen in den kommenden Bundesligapartien könnte man schon den ersten Schritt in Richtung 7. Deutsche Meisterschaft in Folge machen.

Losglück hatten die Bayern in der Champions League, denn mit Benfica Lissabon, Ajax Amsterdam und AEK Athen sind keine großen „Kracher“ in der Gruppenphase, aber auch diese Gegner darf man nicht unterschätzen. Mit Vorfreude auf sein Debüt in der Königsklasse bewertete Kovac gewohnt seriös die kommenden Gegner: „Eine schöne Gruppe, sehr attraktive Gegner, alles Traditionsklubs.“ Laut Vorstandschef Rummenigge müsse das Ziel sein, Erster zu werden. Jedoch warnte er auch, dass die Champions League seinem Eindruck nach „was die Qualität angeht von Jahr zu Jahr besser wird. Es gibt keine Mannschaften mehr, die man so im Nebengalopp spielen kann.“

Die Ziele sind klar definiert: die siebte Meisterschaft in Folge. „Das wird kein Selbstläufer, aber ich glaube die Voraussetzungen sind gut. Wir haben eine gute Mannschaft beieinander und das Zusammenspiel mit dem Trainer klappt gut“. Zudem wolle man „auch in der Champions League Großes erreichen.“, so Rummenigge gestern im Interview.

Die kommenden „Englischen Wochen“ werden zeigen, wo der FC Bayern mit Kovac steht und wie der neue Chefcoach mit dem Druck in München umgehen kann. Sollten die anstehenden Spiele siegreich gestaltet werden, hat Kovac seine Bewährungsprobe bestanden und kann in Ruhe weiterarbeiten. Sollte es aber nicht so laufen, werden wohl die kritischen Stimmen schnell laut.

Auf welche Mannschaft er dabei vertraut, bleibt auch noch ein spannendes Thema, denn „die Mannschaft scheint topfit zu sein“, so Rummenigge, der die physische Arbeit unter dem neuen Bayern-Coach lobte. Was aber sicher ist, ist die Rotation im Kovac-Stil: Der Cheftrainer tauschte schon nach dem erfolgreichen Auftakt gegen die TSG 1899 drei Spieler aus und gewann mit der umgebauten Elf auch in Stuttgart locker. U.a. blieb Niklas Süle 90 Minuten auf der Bank, der zuvor gegen Hoffenheim durchspielte. Der Innenverteidiger sagte danach: „In den Englischen Wochen wird wichtig sein, dass jeder mit der Entscheidung des Trainers einverstanden ist. Bis jetzt habe ich das Gefühl, dass alle das sind.“ Und weiter: „Wichtig ist, dass wir als Team zusammenstehen, wenn die interessanten Spiele und der Mittwoch-Samstag-Rhythmus kommen. Das ist auf meiner Position so, im Mittelfeld und im Sturm.“

Die kommenden Wochen haben es in sich und werden zeigen, wie gut Kovac seine Elf darauf eingestellt hat und wie gut er mit dem Mittwoch-Samstag-Rhythmus klarkommt. Es wird spannend!

#MiaSanMia

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