Mittwoch, 7. März 2018
Thomas Tuchel – Bayerns Masterlösung?
Hoeneß´ Charmeoffensive scheint wohl nichts zu bringen – Jupp Heynckes möchte nach dieser Saison endgültig aufhören. Aber wer wird sein Nachfolger? Dieses leidige Thema ist von den Verantwortlichen immer noch nicht ad acta gelegt worden und die Bayernfans werden langsam ungeduldig, wann denn endlich die offizielle Pressemitteilung kommt.

Im Social Media liest man immer mehr nur noch einen Namen: Thomas Tuchel soll Heynckes´ Nachfolger werden. Der Hashtag #AnnounceTuchel macht die Runde. Aber hat der Ex-BVB Trainer auch das Zeug dazu, dem FC Bayern beim Umbruch zu helfen und trotzdem Titel zu holen?

Heynckes selbst, gibt sich im SportBild-Interview als Befürworter Tuchels. „Ich schätze Thomas Tuchel, er hat den Weg in Mainz von den Jugendmannschaften nach oben kontinuierlich zurückgelegt. Das ist die Erfolgsleiter, die man gehen muss: Man lernt die richtige Ansprache, den Umgang mit Menschen. Borussia Dortmund hat dann unter Tuchel einen sehr tollen Fußball gespielt, mit gutem System. Alle modernen Elemente, die zum heutigen Fußball gehören, waren vorhanden. Tuchel wurde Vizemeister, Pokalsieger und ließ attraktiven Fußball spielen. Es hat mir Spaß gemacht, seinem BVB zuzusehen. Deswegen schätze ich ihn und halte ihn für einen sehr guten Trainer.“, so Heynckes.

Aber kann der FC Bayern auch mit seinem „schwierigen“ Charakter umgehen? Dass er trotz Titelgewinns (Pokalsieg) in Dortmund entlassen wurde, ist jedem bekannt. Er ist jemand, der seinen Mund aufmacht, wenn ihm etwas nicht zusagt. Der FC Bayern bzw. seine Verantwortlichen kennen solche Trainertypen schon zu genüge. Mit Guardiola, van Gaal oder Heynckes hatte man auch Trainer unter Vertrag, die ihren eigenen Kopf hatten. Nur eben soll es ein deutschsprachiger Übungsleiter werden, weiß Heynckes: „Nun dreht sich die Diskussion um die deutschen Trainer, und das finde ich gut: Der Klub weiß, was er will. Er hat die Erfahrung gemacht, dass die deutsche Sprache für ausländische Trainer nur sehr schwer zu erlernen ist. Die Identität wird durch einen deutschsprachigen Trainer auch besser gewahrt. Diese Erkenntnis hat sich bei den Verantwortlichen durchgesetzt. Denn selbst wenn man Englisch mit einem Spieler spricht, kommt man nie in die Tiefe und an den Menschen ran. Das geht auch nicht über Dolmetscher-Kabinen, die es hier einst unter Jürgen Klinsmann gab, als ich interimistisch als Trainer einsprang.“

Persönliche Meinung

Ich selbst war lange Zeit kein Befürworter Tuchels, aber nachdem ich in den letzten Monaten zahlreiche Namen in den Medien gelesen habe (Nagelsmann, Hasenhüttl, Streich etc.), ist Tuchel für mich die einzig logische Nachfolge für Heynckes. Er hat nicht nur das nötige Fachwissen, wie man den modernen Fußball spielen lässt, sondern kann auch junge Spieler fördern, die für einen Umbruch nötig sind. Vielleicht ist er der Trainer, der eine neue Ära einleitet.

Bleibt nur noch die Frage, wann der FC Bayern es nun offiziell macht. Es sollte endlich Klarheit geschaffen werden!

MiaSanMia!

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